Die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Wasserversorgungs- und Abwassernetze im Mehrparteienhaus ist eine große Herausforderung, nicht nur in wirtschaftlicher, sondern auch in ökologischer und sozialer Hinsicht.
Bekämpfung von Leckagen und Verschwendung: Wasserverluste sind ein ständiges Problem. 20 % des gewonnenen Trinkwassers geht durch Leckagen verloren. Speziell in Mehrparteienhäusern können infolge von Unregelmäßigkeiten 15-25 % des verbrauchten Trinkwassers verloren gehen. Ein wesentlicher Faktor ist dabei die schnelle Erkennung und Reparatur von Lecks. Lösungen für die Erfassung von Leckagen und zu hohem Verbrauch sind dabei zentral.
Kostenkontrolle: In einem Mehrparteienhaus kann ein unbemerktes Leck oder ein zu hoher Verbrauch schnell zu einer erheblichen finanziellen Belastung werden, und zwar für alle Miteigentümer (bei gemeinsamer Abrechnung) oder direkt für die Bewohner (bei Einzelverbrauchserfassung). Ein tropfender Wasserhahn kann schätzungsweise bis zu 120 Liter pro Tag oder mehr als 43.000 Liter pro Jahr verlieren — das entspricht mehr als 280 gefüllten Badewannen (Quelle: ADEME, 2024). Ein fachgerecht angelegtes, ordnungsgemäß gewartetes und regelmäßig überwachtes Versorgungsnetz hilft nicht nur, diese Verluste zu begrenzen, sondern auch die Kosten für Wasser besser zu kontrollieren und unangenehme Überraschungen bei den Rechnungen zu vermeiden.
Wartung und Langlebigkeit der Anlagen: Im Mehrparteienhaus wird die Technik besonders beansprucht: Bei Mieterwechseln, täglichem Verschleiß und kleinen Nachlässigkeiten ist eine effiziente und frühzeitige Wartung der Anlagen ein Muss. Dies geschieht durch die schnelle Bereitstellung von Ersatzteilen, aber auch durch die anfängliche Auswahl zuverlässiger Produkte aus robusten und widerstandsfähigen Werkstoffen. Branchenexperten kommen zu dem Ergebnis, dass eine fachgerecht durchgeführte vorbeugende Instandhaltung die Wartungskosten im Vergleich zu einem reaktiven Management um bis zu 30 % senken kann (Quelle: Fédération française du bâtiment, französischer Gebäudeverband, 2023). Von Anfang an auf Qualität achten - das ist Investition in die Lebensdauer und Vermeidung kostspieliger Reparaturen.
Erhalt der Wasserressourcen: Jeder eingesparte Liter Trinkwasser, jedes vermiedene Leck trägt direkt zum Erhalt einer Ressource bei, die immer wertvoller wird. In Frankreich liegt der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch bei etwa 150 Litern pro Tag und Einwohner. Dennoch geht ein erheblicher Teil davon verloren, bevor er überhaupt zum Wasserhahn gelangt: Es geht um durchschnittlich 20 % Verlust im Wasserversorgungsnetz (Quelle: Ministère de la Transition écologique, Ministerium für ökologischen Wandel, 2023).
Fairness und Information für Verbraucher: Die Einzelverbrauchserfassung spielt eine Schlüsselrolle bei einer gerechteren Kostenverteilung: Jeder zahlt, was er tatsächlich verbraucht, und nicht mehr nach einem willkürlichen Verteilungsschlüssel. Aber über jeden Grundsatz der Fairness hinaus schreibt das Gesetz nun vor, die Verbraucher zu informieren, sobald ein ungewöhnlich hoher Verbrauch festgestellt wird — ein wesentliches Recht, um sie vor unsichtbaren Lecks zu schützen, die oft zu spät entdeckt werden. Den Bewohnern klare, lehrreiche und verständliche Informationen über ihren Verbrauch zur Verfügung zu stellen, gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Verbrauch besser zu verstehen und ihren Beitrag zum Erhalt des Wassers zu leisten.
Gesamtperformance des Services: Von der Gewinnung bis zur Verteilung und von der Sammlung bis zur Reinigung muss jedes Glied der öffentlichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung auf herausragende Leistung ausgerichtet sein. Überwachung und Steuerung von Leitungsnetzen, Einsatz permanenter Diagnosetechnik und die Übermittlung von Leistungsindikatoren über den französischen jährlichen Preis- und Qualitätsbericht der Serviceleistungen (RPQS) sind Instrumente, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll.