Örtliche Rahmenbedingungen
Im Rahmen des Programms FASEP Innovation Verte (Studien- und Unterstützungsfonds für den Privatsektor) implementierte die Claire-Gruppe ein strukturiertes Konzept zur Leistungsverbesserung der Wasserversorgungsnetze bei den Verwaltungseinheiten der Republik Côte d'Ivoire.
Das Pilotprojekt, das an der Universität Félix Houphouët-Boigny durchgeführt wurde, zeigt bereits konkrete und vielversprechende Ergebnisse.
In der Elfenbeinküste konzentrieren sich fast 20 % des nationalen Wasserverbrauchs auf öffentliche Einrichtungen. Die Versorgungsnetze weisen unzureichende Erträge auf und sorgen für
erhebliche finanzielle Verluste für den Staat und
eine Zuspitzung der Wasserknappheit.
Angesichts dieser Herausforderungen bot die Claire-Gruppe ein ganzheitliches Konzept bestehend aus Technik, Unterstützung und Training, damit
die Verbrauchserfassung gesichert,
Lecks durch akustische Technologien geortet und
der Verbrauch kontrolliert und optimiert werden kann.
Die Entwicklungsphase des Projekts begann im April 2024.

Ein Projekt in sechs Schritten
1. Vorbereitende Analyse
Diese von Phoenix Environnement und Seureca durchgeführte Phase umfasste die Datenerhebung und -analyse, die Validierung der Zonenabtrennung, die Bewertung der Infrastrukturleistung sowie die Standortfestlegung für die Technik.
2. Installation der Technik
In einer Einsatzreihe wurden Lösungen installiert zur
Zonenabtrennung (BLUE-Logger),
Leckortung (SENSE-Systeme) und
Steuerung des Verbrauchs (WAYVE-Ventile).
3. Training der Einsatzteams
Die Teams erhielten eine technische Schulung im Schulungszentrum der Claire-Gruppe in Sainte-Lizaigne. Zusätzlich haben sie Zugang zum WATURA-Portal mit Tutorials für die installierte Technik, die den Fortbestand der erworbenen Fähigkeiten sichert. Die ONEP-Teams und ihre Partnerorganisationen können die Lösungen nun selbständig managen und betreiben.
4. Datenauswertung
Aufgrund der Analyse der hydraulischen Daten (Durchfluss, Druck) und der Ergebnisse der Erkennungspatrouillen konnten anfällige Bereiche der Infrastruktur ausgemacht und Lecks geortet werden.
5. Leckreparatur
Reparaturmaßnahmen betreffen sowohl die Netzinfrastruktur als auch interne Einrichtungen in Universitätsgebäuden.
6. Präventives Management
Die Umsetzung einer Strategie zum Leckmanagement bietet dem ONEP einen schnellen und signifikanten Return on Investment.

Die Lösungen der Claire-Gruppe
Das Projekt beruht auf innovativer vernetzter Technologie:
Mit der Installation von sechs Kammern zur Zonentrennung und sechs BLUE-Loggern wurden die unter der Marke Ijinus hergestellten Multifunktions-Aufzeichnungsgeräte für alle Anwendungen der Zonentrennung und die Durchfluss-/Druckanalyse eingerichtet.
55 permanente SENSE-Abhörsysteme wurden im Leitungsnetz installiert, die Lecks an allen Leitungstypen erkennen.
58 vernetzte WAYVE-Ventile ermöglichen ein automatisiertes und individuelles Verbrauchsmanagement sowie die Analyse des verbrauchten Volumens, damit bei Unregelmäßigkeiten schnell eingegriffen werden kann.
Das Personal wurde im Schulungszentrum der Claire-Gruppe in Sainte-Lizaigne in der Programmierung und im Betrieb der im Projekt eingesetzten Technik geschult.
Das Online-Portal WATURA vervollständigt diese Maßnahme mit Tutorials für die auf dem Campus installierte Technik.

Ergebnisse und Auswirkungen
Das Pilotprojekt stellte umgehend seine Vorteile für den Erhalt der Wasserressourcen sowie für die wirtschaftliche Optimierung des Netzmanagements unter Beweis.
Die erste Messkampagne zeigte erhebliche Lecks und ermöglichte erste Reparaturarbeiten in einem der Infrastrukturbereiche. Das führte bereits zu erheblichen Einsparungen: 193,7 m³ Wassereinsparung am Tag, das entspricht 70.700 m³ im Jahr.
Die angestrebte Ertragsverbesserung von 80 % eröffnet ein bemerkenswertes Potenzial für jährliche Einsparungen mit einem Return on Investment von weniger als drei Jahren. Der Erfolg dieses Projekts ebnet den Weg für eine schrittweise Ausweitung der Maßnahme auf andere Verwaltungseinheiten der Elfenbeinküste.
Das Projekt veranschaulicht die Möglichkeiten eines integrierten Ansatzes, der technologische Innovation mit operativer Unterstützung kombiniert, den Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Wasserinfrastruktursystemen gerecht zu werden.
Es ist ein landesweit reproduzierbares Modell, das zu einem nachhaltigeren und effizienteren Management der Wasserressourcen bei den Verwaltungseinheiten beiträgt.

Projektbeteiligte
An diesem Projekt waren zahlreiche institutionelle und technische Akteure beteiligt:
Office National de l’Eau Potable de Côte d'Ivoire ONEP (Amt für Trinkwasser der Republik Côte d'Ivoire)
Ministère de l'Hydraulique, de l'Assainissement et de la Salubrité (Ministerium für Wasserwirtschaft, Abwasserentsorgung und Hygiene)
Universität Félix Houphouët-Boigny (FHB)
Das Ministère de l'Économie, des Finances et de la Souveraineté industrielle et numérique (Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und die industrielle und digitale Souveränität)
BPI France
Direction Générale du Trésor (Hauptabteilung Schatzamt des Finanzministeriums)
Ministère du Budget et du Portefeuille de l’État (Ministerium für Haushalt und Staatsportfolio)
Seureca
WATURA
Altereo
VINCI Construction Grands Projets

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