17 February 2026

Durchfluss- und Druckmanagement in Wassernetzen: der Schlüssel zu dauerhafter Performance

Die Claire-Gruppe engagiert sich tagtäglich mit ihrem Know-how und ihrer Expertise an der Seite der Branchenakteure für dieses Ziel. Mit […]

Die Claire-Gruppe engagiert sich tagtäglich mit ihrem Know-how und ihrer Expertise an der Seite der Branchenakteure für dieses Ziel. Mit zuverlässiger und langlebiger Technik, aber auch mit fortschrittlichen Überwachungs- und Steuerungslösungen trägt sie dazu bei, die Leistungsfähigkeit der Versorgungsnetze zu verbessern und Verluste zu begrenzen.

Im Mittelpunkt dieses optimierten Managements stehen zwei zentrale physikalische Parameter: Durchfluss und Druck. Diese Daten zu messen, zu verstehen und zu beherrschen ist unerlässlich für eine effiziente Verteilung, minimierte Verluste und eine qualitativ hochwertige Wasserversorgung. Ein zu hoher Druck beispielsweise schwächt die Rohrleitungen und begünstigt Rohrbrüche, ein unzureichend kontrollierter Durchfluss kann zu Ungleichgewichten oder Unterbrechungen führen.

Durch die Kombination von Technologien und praktischer Expertise können Netzbetreiber auf die aktuellen Herausforderungen reagieren und gleichzeitig die Fragestellungen von morgen vorwegnehmen. Und genau hier steht die Claire-Gruppe: mit Lösungen, mit denen sich Wasserversorgungsnetze verwalten lassen, und zwar immer intelligenter, nachhaltiger und verantwortungsbewusster.

Was versteht man unter „Durchfluss“ in einem Wasserversorgungsnetz?

Wenn man ein Trinkwasserversorgungsnetz effizient managen will, muss man zunächst den Durchfluss verstehen. Einfach erklärt bildet der Durchfluss (oft als Q bezeichnet) die Menge an Wasser, die in einer bestimmten Zeit durch einen Leitungsabschnitt fließt. Anders ausgedrückt ist er das bewegte Wasservolumen pro Zeiteinheit.

Branchenüblich ist der Ausdruck in Litern pro Sekunde (l/s) oder Kubikmetern pro Stunde (m³/h). Mit diesen Einheiten können sowohl kleinere Durchflussmengen im Haushalt als auch große Durchflüsse in der Industrie oder in gemeinschaftlichen Infrastrukturen bewertet werden.

Aber wie wird diese Durchflussmenge bestimmt? Sie hängt von zwei Hauptparametern ab, der Geschwindigkeit (V), mit der das Wasser durch die Leitung strömt und dem Querschnitt (A) oder die Fläche des Rohrquerschnitts, durch die das Wasser fließt.

Die Relation zwischen diesen Parametern ist einfach:
Durchflussmenge (Q) = Geschwindigkeit (V) × Querschnitt (A).

Ein wesentliches physikalisches Prinzip ist festzuhalten: Der Durchfluss bleibt konstant, und zwar in der gesamten Rohrleitung (natürlich nur, sofern keine Lecks vorhanden sind). Das heißt, wenn sich der Leitungsquerschnitt an einer Stelle verengt (z.B. wenn man von einem breiten zu einem schmaleren Durchmesser wechselt), muss die Wassergeschwindigkeit automatisch ansteigen, damit weiterhin die gleiche Wassermenge über die gleiche Zeit fließt.

Dieses Phänomen ist direkt in den Versorgungsnetzen zu beobachten: Wo die Durchmesser reduziert sind, können schlecht kontrollierte Parameterschwankungen die Technik schwächen. Deshalb ist ein gutes Verständnis und ein gutes Durchflussmonitoring unverzichtbar, um die Netzleistung zu optimieren, Verluste zu vermeiden und eine zuverlässige Verteilung zu gewährleisten.

In einem städtischen Versorgungsnetz können am Eingang eines Wohnviertels Durchflüsse von mehreren hundert m3/h erreicht werden, während bei einem einzelnen Haushalt eher von 0,1 bis 0,5 l/s gesprochen werden kann (Quelle: Wasserinformationszentrum, 2023).

Pumpen können dagegen viel höhere Durchflüsse erzeugen, die Tausende von m3/h erreichen können. Bei der Geschwindigkeit lautet die allgemeine Empfehlung, sie in Rohrleitungen um 1 m/s (3,6 km/h) mit einem zulässigen Minimum von 0,5 m/s (1,8 km/s) zu halten.

Das Verständnis dieser Relation zwischen Durchfluss, Geschwindigkeit und Leitungsdurchmesser ist für die Planung und den Betrieb eines effizienten Leitungsnetzes von grundlegender Bedeutung. Um beispielsweise einen Durchfluss von 4 m3/h bei einer Geschwindigkeit von 1 m/s zu erreichen, wäre eine Rohrleitung mit einem Innendurchmesser von mindestens 37 mm erforderlich. Die Quellen stellen detaillierte Tabellen bereit, die die theoretischen maximalen Durchflussraten für verschiedene Kupferrohrgrößen bei Geschwindigkeiten von 1,5 m/s und 2,0 m/s zeigen.

Wie wird der Durchfluss eines Wasserversorgungsnetzes bestimmt?

Die Erfassung des Durchflusses in einem Trinkwasserversorgungsnetz ist nicht nur eine technische Frage: Es ist eine zentrale Phase, um den Verbrauch richtig zu bewerten, versteckte Lecks zu erkennen, die Verteilung zu optimieren und letztendlich ein effizientes und nachhaltiges Ressourcenmanagement zu gewährleisten. Dazu gibt es mehrere Zählertechnologien, die jeweils an bestimmte Verwendungszwecke und Bedingungen angepasst sind.

Aber Achtung: Die Wahl eines Zählers hängt nicht nur vom Durchmesser der Rohrleitung ab, wie man meinen könnte, sondern vor allem vom Bereich der zu messenden Durchflussmengen. Anders gesagt muss man folgende Daten kennen:
- Spitzendurchfluss (wenn die Infrastruktur stark beansprucht wird),
- durchschnittliche ständige Durchflussrate (die im Alltag am häufigsten auftritt),
- Minimaldurchfluss (wenn der Verbrauch sehr gering oder fast nicht vorhanden ist).

Diese Werte müssen den vom Hersteller für jeden Zähler festgelegten charakteristischen Durchflussraten gegenübergestellt werden:

Minimaldurchfluss (Q1): Der kleinste Durchfluss, ab dem der Zähler zuverlässig und genau bleibt, mit einer maximalen Fehlertoleranz von ± 5 %.

Übergangsdurchfluss (Q2): Der Übergangspunkt zwischen dem Bereich mit niedriger Genauigkeit (Q1–Q2) und dem oberen Bereich. Hier muss eine maximale Fehlertoleranz von ± 2 % eingehalten werden.

Permanenter Durchfluss (Q3): Der maximale Durchfluss, den der Zähler kontinuierlich ohne Ermüdung oder abnormalen Verschleiß aushalten kann. Er entspricht einer normalen Nutzung, d. h. bei konstanten oder intermittierenden Durchflussbedingungen.

Überlastungsdurchfluss (Q4): Der extreme Durchfluss, den der Zähler ohne Schaden punktuell überstehen kann.

Um Qualität und Leistungsfähigkeit zu gewährleisten, schreiben europäische Regelungen (insbesondere die europäische Messgeräterichtlinie MID 2014/32/EU vom 26.02.2014) vor, dass ein guter Zähler ein Q3/Q1-Verhältnis von mindestens 10 aufweisen muss, das heißt, sein permanenter Durchfluss muss mindestens das Zehnfache seines Minimaldurchflusses betragen. Wenn ein Zähler beispielsweise einen Q1 von 0,16 m³/h hat, muss er einen Q3 von mindestens 1,6 m³/h aushalten können.

Nach Branchenangaben sind derzeit etwa 35 Millionen Zähler in Frankreich in Betrieb (Quelle: Innerstaatliche Beobachtungsstelle für öffentliche Wasserangelegenheiten Observatoire national des services d’eau, 2023). Die schrittweise Umstellung auf vernetzte Zähler (Smart Meter) ebnet den Weg für eine noch genauere Überwachung in Echtzeit und erleichtert die frühe Erkennung von Unregelmäßigkeiten und zu hohem Verbrauch.

Zu den Messtechnologien gehören Kolbenvolumenzähler und Geschwindigkeitsmesser wie Turbinenzähler oder Woltmannzähler (mit axialer oder hängender Schraube). Die Fernablesung, die auf der Verwendung von Impulszählern oder Zählern mit Kodierern basiert, bildet heute einen großen Fortschritt für die Überwachung des Wasserverbrauchs. Sie ermöglicht nicht nur den Datenaufruf in Echtzeit, sondern auch das schnelle Erkennen von Unregelmäßigkeiten oder Lecks, wodurch oft für das bloße Auge unsichtbare Verluste vermieden werden. Dieses System ist ein starker Hebel zur Optimierung der Wasserversorgungsnetze. Nach Angaben des Observatoire national des services d’eau können Gemeinden mit Fernauslesung Verluste im Durchschnitt um bis zu 20 % reduzieren (Quelle: ONSEA, 2023).

Grundlegende Vorsichtsmaßnahmen bei der Installation eines Durchflussmessers:

Positionierung: Die Zähler werden in der Regel auf einer horizontalen Leitung eingesetzt, obwohl einige Modelle auch für eine vertikale Installation geeignet sind.
Umgebung: Die Installation unter nicht auslaufsicheren Geräten ist zu vermeiden, damit sie nicht geflutet werden. Sie sind sorgfältig vor Frost zu schützen, insbesondere in exponierten Bereichen.
Erhöhte Punkte vermeiden: Die Installation eines Zählers im oberen Bereich einer Rohrleitung fördert Entgasungsphänomene, die die Messgenauigkeit beeinträchtigen können.
Zugänglichkeit: Die gewählte Einbaustelle muss einen einfachen Zugang für Wartungs-, Instandhaltungs- oder Demontagearbeiten bieten.
Beachtung der Strömungsrichtung: Es mag offensichtlich erscheinen, ist aber entscheidend. Ist der Zähler falsch ausgerichtet, funktioniert er nicht richtig.
Längen ohne Richtungswechsel: Für Turbinen- oder Schraubenzähler muss eine ausreichende vor- und nachgelagerte gerade Leitungslänge bestehen, sofern keine Strömungsstabilisatoren eingesetzt werden, damit zuverlässige Messungen sichergestellt sind.
Vorbereitung des Leitungsnetzes: Vor jeder Installation wird empfohlen, die Leitungen gründlich zu spülen und so Partikel zu beseitigen, die das Gerät beschädigen könnten.
Inbetriebnahme: Die vor- und nachgelagerten Ventile müssen unbedingt allmählich geöffnet werden, um einen hydraulischen Schock bei der Inbetriebnahme zu vermeiden.

Für eine sichere und dauerhafte Installation werden häufig Zubehörteile benötigt: ein vorgeschalteter Filter (zwingend notwendig bei Woltmannzählern), Absperrventile für die Demontage, Reduzierstücke bei unterschiedlichem Rohrdurchmesser, ein Ablasshahn und ein nachgeschaltetes Rückschlagventil. Zur Wartung wird eine jährliche Inspektion, bei Woltmannzählern eine regelmäßige Reinigung der geraden Leitungen und eine Kalibrierung etwa alle 5 Jahre empfohlen.

Alle Zählerlösungen und Zubehörteile finden Sie im Katalog Trinkwasserversorgung der Claire-Gruppe.

Claire Connect bietet innovative Lösungen für die Durchflussmessung. Der Logger BLUE, die neueste IoT-Innovation, ist dafür besonders geeignet. Er verfügt über Eingänge zur Impulszählung (bis 100 Hz), die mit den Sendeköpfen der Zähler eingesetzt werden können. Über Modbus kann das Gerät auch an elektromagnetische Durchflussmesser angeschlossen werden (kompatibel mit Marken wie Krohne, ABB, Siemens). Diese Vielseitigkeit ermöglicht die Messung der Durchflüsse und des Durchflussvolumens, die für die Sektorabtrennung unerlässlich sind.

Was versteht man unter „Druck“ in einem Wasserversorgungsnetz?

Einfach gesagt ist der Wasserdruck die Kraft, die das Wasser von innen auf die Wände der Rohrleitung ausübt. Diese Kraft wird hauptsächlich durch das Gewicht der darüber liegenden Wassersäule erzeugt. Zur Verdeutlichung stellen Sie sich einen Wasserturm vor: Je höher der Tank, desto größer der Druck an der Basis. Mit anderen Worten ist die Wasserhöhe ein Schlüsselparameter, der den Druck im Trinkwassernetz bestimmt.

Aber Achtung: Dieser Druck ist im Leitungsnetz nicht überall identisch. Er nimmt allmählich ab, je weiter sich das Wasser vom Ausgangspunkt, zum Beispiel einem Wasserturm, entfernt. Warum? Wegen Druckverlusten. Solche Druckverluste entstehen durch verschiedene Faktoren: die Leitungslänge, der Zustand (z. B. wenn Kalk oder Ablagerungen vorhanden sind), das Vorhandensein von Biegungen, Ventilen, Verengungen und sogar die Rauheit der Rohrinnenflächen spielt eine Rolle. Nicht zu vergessen die Lecks, über die in Frankreich immer noch fast 20 % der gewonnenen Wassermengen verloren gehen (Quelle: Ministerium für ökologischen Wandel, 2023). Das führt nicht nur zur Verschwendung einer wertvollen Ressource, der Gesamtdruck im Leitungsnetz sinkt auch dadurch.

Einige Orientierungspunkte zum Druck

In der Welt der Wasserversorgungsnetze werden mehrere Fachbegriffe für den Druck verwendet:

PS (maximal zulässiger Druck): Dies ist der maximale Druck (auch punktuell wie bei einem Druckstoß, also einem plötzlichen Überdruckphänomen), den eine Rohrleitung gefahrlos aushalten kann.

PB (zulässiger Betriebsdruck): Dies ist der maximale Druck, den die Rohrleitung im täglichen Dauerbetrieb aufnehmen kann.

PP (zulässiger Prüfdruck): Dies ist der Druck, der vor der Inbetriebnahme an einer neuen Rohrleitung getestet wurde, um die Konformität zu überprüfen.

PC (maximaler Berechnungsdruck): Dies ist der vom Netzplaner vorgesehene maximale Druck, der bereits bei der Planung berücksichtigt wird.

OP (Funktionsdruck): Dies ist der zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Punkt im Leitungsnetz gemessene Druck.

SP (Betriebsdruck): Die ist der am Anschlusspunkt des Benutzers bei komplett gesperrtem Durchfluss anliegende Druck.

Der Wasserschlag oder Druckstoß: eine unsichtbare, aber starke Welle

Abschließend kann man kaum über Druck sprechen, ohne den Wasserschlag zu erwähnen. Dieses Phänomen besteht in einer plötzlichen Druckänderung, die oft durch ein zu schnelles Schließen eines Ventils oder eine plötzliche Änderung der Durchflussmenge verursacht wird. Dabei kann es zu echten "Stoßwellen" in den Rohren kommen, die sogar Leitungsbrüche zur Folge haben können, wenn die Technik nicht darauf ausgelegt ist. Daher ist es wichtig, die maximal zulässigen Drücke genau zu kennen und das Leitungsnetz unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen zu konzipieren.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Durchfluss und Druck miteinander in Verbindung stehen: Wenn das Wasser schneller in einer Rohrleitung fließt, sinkt der Druck. Das beschreibt die Bernoulli-Gleichung, ein recht einfaches physikalisches Prinzip: Bei konstanter Energie sinkt der Druck, wenn die Geschwindigkeit zunimmt.

In Frankreich ist gesetzlich (Artikel R1321-58 des Gesetzes über die öffentliche Gesundheit) vorgeschrieben, dass überall dort, wo Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird (bis zum Hauptzähler), für mindestens 3 m Piezometerhöhe zu sorgen ist. Das entspricht einem Mindestdruck von etwa 0,3 bar.

Aber keine Sorge: In der Praxis ist der Druck am Wasserhahn fast immer deutlich höher. Im Durchschnitt misst man

2-3 bar Druck am Wasserhahn, also ausreichend für den normalen Hausgebrauch (Dusche, Waschmaschine usw.).

3,4 bar im Durchschnitt am Zähler, wobei die Werte in den französischen Leitungsnetzen je nach Zone zwischen 3 und 5,2 bar liegen.

In einigen Fällen, insbesondere bei Gebäuden mit mehr als sechs Stockwerken, reicht der natürliche Druck im Leitungsnetz nicht für die Wasserversorgung der oberen Stockwerke aus. Dann werden Druckerhöhungsanlagen (DEA) installiert, damit sichergestellt ist, dass jeder Wasser bekommt, auch ganz oben im Haus.

Im Übrigen können die zuständigen Wasserversorger je nach Bedarf oder Besonderheiten des Versorgungsnetzes zusätzliche Anforderungen festlegen.

Wie misst man den Druck in einem Wasserversorgungsnetz?

Die Druckmessung ist ebenso wichtig wie die Durchflussmessung. Damit lässt sich sicherstellen, dass Vorschriften eingehalten, Unregelmäßigkeiten erkannt werden und ein Verständnis der Abläufe im Versorgungsnetz entsteht.

Druckmessungen können als relative (in Bezug zum Atmosphärendruck, wie der hydrostatische Druck) oder absolute Werte erfasst werden.

Für die kontinuierliche Überwachung vor Ort werden speziell entwickelte Logger genutzt. Der Logger BLUE-LP von Claire Connect ist ein hervorragendes Beispiel. Er ist mit einem internen Drucksensor (Bereich 0-25 bar, trinkwasserzertifiziert) versehen. Eine schnelle und einfache Druckmessung ist auch direkt im Leitungsnetz möglich, z. B. durch Anschluss über eine Schnellkupplung an einen Überflurhydranten oder an eine Rohrleitung. Der Logger BLUE-LP verfügt bedarfsweise auch über einen externen Eingang für einen Drucksensor.

Neben der Überwachung im Betrieb werden bei der Inbetriebnahme neuer Rohrleitungen im Voraus Druckprüfungen durchgeführt. Diese "Druckprüfungen" sollen die Dichtheit und strukturelle Festigkeit des Leitungsnetzes bei hohen Drücken überprüfen. Ein Standardprotokoll (wie das Protokoll 71 der Leistungsbeschreibung CCTP) wird häufig befolgt. Bei der Prüfung wird mit einer Prüfpumpe im Abschnitt für eine bestimmte Zeit ein Druck aufgebaut (z. B. in 5 Minuten, danach 30 Minuten lang gehalten). Die Druckänderung wird mit einem passenden Messgerät protokolliert.

Der Logger BLUE-LP ist für die Diagnose und Überwachung von Leitungsnetzen konzipiert und zeichnet bis zu 500.000 Werte auf. Er kann diese Druckdaten (sowie die Durchflüsse und Zählerinformationen) selbstständig entweder an eine kundenseitige Überwachungseinheit oder an die Ijitrack-Webplattform übermitteln, die dann im Falle einer Unregelmäßigkeit eine Warnung senden kann.

Welchen Nutzen hat ein gutes Druck- und Durchflussmanagement im Wasserversorgungsnetz?

Druck und Durchfluss in einem Wasserversorgungsnetz werden nicht als Selbstzweck gemessen: Die Zahlen bilden ein leistungsstarkes Instrument, mit dem die Infrastruktur besser verwaltet und optimiert wird und länger erhalten bleibt. Aber warum ist das in der Praxis so wichtig?

Verbesserung der Leistungsfähigkeit und des Ertrags des Leitungsnetzes: Die Überwachung von Durchfluss und Druck ermöglicht es, die richtigen Parameter für den effizienten Betrieb des gesamten Leitungsnetzes festzulegen. Damit wird Verschwendung vermieden, das Wasser besser verteilt und ein qualitativ hochwertiger Service gewährleistet.

Verringerung von Wasserverlusten: Anhand dieser Indikatoren können Problembereiche leichter identifiziert werden. Ein Druckabfall oder ein abweichender Durchfluss können auf ein Leck hindeuten. Tools wie der Logger BLUE, der einen ganzen Sektor von einem einzigen Punkt aus überwachen kann, sind sehr hilfreich, um solche Unregelmäßigkeiten schnell zu erkennen und zu orten.

Erhalt der Wasserressourcen: Weniger Verluste, das bedeutet direkt weniger Verschwendung. Und vor dem Hintergrund, dass Trinkwasser eine wertvolle und begrenzte Ressource ist, sichert sein besseres Management heute zukünftigen Generationen den Zugang.

Einhaltung der Vorschriften: Das Gesetz schreibt vor, überall im Leitungsnetz einen Mindestdruck aufrechtzuerhalten, um den Zugang zu Wasser zu gewährleisten. Durch kontinuierliches Monitoring überzeugt sich der Betreiber davon, dass alles den gesetzlichen Verpflichtungen entspricht.

Proaktive Wartung und Reaktionsfähigkeit: Mit Echtzeitdaten können Teams vor Ort schnell reagieren, sobald eine Änderung erfasst wird. So kann man vermeiden, dass kleine Probleme zu großen Pannen werden.

Bessere Informationen und Steuerung des Leitungsnetzes: Die gesammelten Daten (Druck, Durchfluss, verbrauchte Mengen) laufen in digitalen Tools wie der Ijitrack-Plattform zusammen. Mit diesen Systemen entsteht ein besseres Verständnis der Abläufe im Leitungsnetz und Eingriffe können entsprechend vorgenommen werden, z. B. kann über Fernsteuerung ein Ventil mit den Wayve-Einheiten geöffnet werden.

Langlebigkeit der Infrastrukturen: Ein gut überwachtes Leitungsnetz, in dem der Druck unter Kontrolle gehalten und Unregelmäßigkeiten schnell behoben werden, weist einen geringeren Verschleiß auf. Vorzeitige Schäden werden so vermieden und eine zuverlässige Funktion der Technik auf Dauer wird sichergestellt.

Durchfluss und Druck sind der Puls der Trinkwassernetze. Sie zu messen, zu verstehen und effektiv zu verwalten sind grundlegende Maßnahmen, um die Leistung des Leitungsnetzes sicherzustellen, Verluste zu bekämpfen, die Ressourcen zu erhalten und den Kunden heute und in Zukunft einen qualitativ hochwertigen Service zu bieten.

Die Claire Gruppe engagiert sich umfassend für diesen Ansatz, indem sie robuste Technik und innovative Überwachungslösungen bereitstellt. Tools wie der Logger BLUE stehen für diese Innovationsfähigkeit und bieten Fachleuten der Branche die technischen Mittel, eine genaue Diagnose, ein kontinuierliches Monitoring und eine effiziente Steuerung der Leitungsnetze durchzuführen. Durch die Bereitstellung der richtigen Informationen zur richtigen Zeit bieten diese Lösungen alles für ein optimiertes Management der eigenen Infrastruktur und tragen so zur Sicherung der Wasserversorgung zukünftiger Generationen bei.